Gesamtschule Borbeck

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Interview: Thomas Kutschaty

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Zeus-Projekt: Interview mit Thomas Kutschaty

Im Rahmen des Zeus-Projekts schreiben Schülerinnen und Schüler regelmäßig Artikel für die WAZ.

Das folgende Interview mit Thomas Kutschaty ist Teil dieses Projektes.

Aufgrund der NRW-Wahl konnte es allerdings erst nach Beendigung des diesjährigen Zeusprojektes durchgeführt werden.

 

 

 

Der Essener Thomas Kutschaty ist bis zur Neugestaltung der
Regierung der Justizminister von NRW. Ich durfte am 24.05.12 ein
Interview mit ihm führen.

Guten Tag, Herr Kutschaty, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für
ein Interview nehmen. Herzlichen Glückwunsch zu den
Wahlergebnissen der Landtagswahl.

Warum sind Sie bei der SPD?
Das bin ich ja jetzt schon seit 26 Jahren und das bin ich weil ich
mich engagieren und einsetzen wollte und die SPD meinen
Anforderungen entspricht.

Halten sie den Kontakt zu den Bürgern für besonders
wichtig?

Ja, wir machen ja Politik nicht für uns, sondern für die Bürger.

Hat der Beruf als Politiker auch Nachteile?
Ja, man hat weniger Zeit für die Familie als vielleicht bei anderen
Berufen. Und man steht ständig unter Beobachtung.

Hatten Sie während ihrer Schulzeit auch schon den Wunsch,
Politiker zu werden?

Nein, hatte ich nicht.

Würden Sie lieber auf Bundesebene arbeiten?
Nein, wenn man in Düsseldorf im Landtag arbeitet, ist man näher
bei den Menschen und näher bei der eigenen Familie.

Sie waren und sind bis zur Neugestaltung der Regierung
Justizminister in NRW, welche Aufgaben hat ein
Justizminister?

Der Justizminister ist der oberste Chef der Justizverwaltung in
NRW mit 40.000 Mitarbeitern. Und als Minister muss ich dafür
sorgen, dass von der Verwaltung über die Gerichte bis hin zu den
Gefängnissen alles funktioniert.

Was ist das schwierigste in ihrem Beruf?
Die Justiz ist ziemlich kompliziert und das den Bürgern zu erklären
ist meistens sehr schwer.

Haben Sie besondere Ideen, wie man mit straffälligen
Jugendlichen umgehen soll?

Einfaches Wegsperren reicht meistens nicht aus, die meisten der
jugendlichen Kriminellen haben keine vernünftige Schulausbildung
und keinen Arbeitsplatz. Wir müssen alle mithelfen den Kindern
schon früh gute Startbedingungen zu geben. Das ist das beste
Rezept gegen Kriminalität.

Was ist die härteste Strafe die ein Jugendlicher bekommen
kann?

Eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren.

Wie viele Stunden arbeiten Sie pro Woche?
Mit Wochenendterminen komme ich auf circa 70 Stunden.

Gab es Zeiten an denen Sie gerne ihren Beruf gewechselt
hätten?

Nein, nicht als Politiker und nicht als Rechtsanwalt.

Bleiben Sie Justizminister?
Wir verhandeln gerade die Koalition mit den Grünen. Ich würde
mein Amt gerne weiterführen.

Wir bedanken uns bei Thomas Kutschaty und wünschen ihm alles
Gute.



Viele Grüße Maja Iwer und Justin Scheller (8b)

 

Pressespiegel

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