Gesamtschule Borbeck

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Gedicht aus dem 10. Jahrgang

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Im 10. Schuljahr wird in Deutsch das Thema „Mensch und Natur“ behandelt. Die SuS hatten die Aufgabe, aus ca.30 vorgegebenen Wörtern ein modernes Gedicht zu schreiben.

Hier ein sehr gut gelungenes Beispiel von Mia:

 

Leben unter der Schutzatmosphäre

Elektronikmusik, schnell, mechanisch, umgebend,

Rhythmus durchfließt mich,

wie der Atem,

wie das Blut,

durch Elektrochips direkt im Kopf,

mechanisch neuster Stand,

die Entwicklung der Jahrtausende.


Gehe durch die  Drehtür,

verlasse mein Heim,

völlig andere Welt, fremd.


Roboter tun die Arbeit, drinnen alles staubfrei,

alles klimatisiert,

Essen überall.


Draußen nichts,

eine Staubwüste.


Gift in der Luft, in die man die Verbrecher schickt,

den Abschaum,

keine Chance.


Spezialanzüge für die, die sich der Probleme annehmen wollen,

oder die, die alt genug sind,

sie werden gezwungen sein zu sehen, was ist,

jenseits aller Cafés, Schaufenster und Schnellbahnen,

kein Baum stand hier seit Jahrhunderten.


Innen genießen wir das Leben,

Tag um Tag,

Stunde um Stunde,

Gebäude sprießen hier in den Himmel wie früher das Gras.


Kleine Kinder spielen vergnügt mit Spielzeug in allen Regenbogenfarben,

ahnen nicht, dass daran

und an den Händen ihrer Mütter und Väter Blut klebt.


Das Blut unserer Erde,

unseres Erbes,

welches nun still und verlassen da liegt,

zum Sterben,

allein.


Wir benutzten sie und flohen auf fremde Planeten,

als sie zu sterben begann.


Nur die Wissenschaftler sind noch hier,

um den Schaden zu beheben,

oder zu sterben.


So stehe ich hier,

um meinen Sohn einzuweihen,

er muss sich entscheiden,

bleiben oder Flucht,

Glassturz einer fremden Welt,

Abenteuer,

oder hier bleiben,

und versuchen unsere Welt zu retten.


Was bleibt die Wahl?

 

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Pressespiegel

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