Gesamtschule Borbeck

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Schultheater – Es war eine geile Zeit

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Abschlussvorstellung der Darstellen- und Gestalten-Kurse

Da standen Jutta Pierschtat und Jens Heinrich im Regen, als die Schülerinnen und Schüler der Darstellen und Gestalten-Kurse des 10. Jahrgangs ihre Abschlussvorführung beendet hatten (29.5.2019). Denn die Jugendlichen ließen nach ihrem Schauspiel mehrere Konfettikanonen krachen und hüllten ihre beiden Lehrer, sich, die Bühne und die Zuschauer in Glitzerregen.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben zuvor eine Stunde lang gezeigt, was sie sich in den vergangenen fünf Jahren angeeignet haben. Nach dem Schlussapplaus ließen es sich die Jugendlichen nicht nehmen, sich bei ihren Lehrern Jutta Pierschtat und Jens Heinrich zu bedanken: „Es gab Höhen und Tiefen, aber es war fast immer lustig. Wir haben an Selbstbewusstsein gewonnen, unsere Kreativität entdeckt und auch, wenn es mal anstrengend war, sind wir dankbar, dass Sie uns das Theater und Schauspiel so nahe gebracht haben. Es war eine geile Zeit!“

Tatsächlich standen Jens Heinrich bei solchen Worten Tränen in den Augen: „Es war immer ein enormer Zusammenhalt untereinander. Und ja, es war eine geile Zeit.“ Jutta Pierschtat betont gerührt, dass sie „Persönlichkeiten hat reifen sehen“. Darauf hatten die Schülerinnen und Schüler nur eine Antwort: Gruppenkuscheln.

Der Saal applaudierte. Rund 150 Zuschauer waren gekommen, um sich das von den Schülern selbst geschriebene Stück ‚Ein Besuch bei Madame Tussauds‘ in der Aula an der Ripshorster Straße anzusehen. Die Collage der Momentaufnahmen beginnt mit der Nachricht, dass ein Ausflug zu Madame Tussauds ansteht. Es geht nach Paris und es gibt lustige Abenteuer mit und ohne Wachsfiguren.

In Zeiten, in denen Menschen es nicht schaffen, Rettungsgassen zu bilden und sterbende Menschen nach Unfällen zu fotografieren, nahmen sich die Gesamtschüler des Themas an und brachten es auf den Punkt. Ein Mensch wird bewusstlos im Wald gefunden und die Reaktion des vermeintlichen Ersthelfers: „Da mache ich schnell ein Selfie mit der Bewusstlosen und versende es unter #ichhelfdannmal, bevor ich die Lebensretter rufe.“

Vor dem Museum sitzt schließlich ein junger Mann neben einer Dame, bietet ihr Konfekt aus seiner Pralinenschachtel an und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Sein Name: Forrest Gump. Szenisch wird dargestellt, wie er Jenny im Bus kennenlernte, wie mies er in der Schule willkommen geheißen wurde und schließlich, wie er seinen besten Freund Baba in Vietnam verlor. Sehr gut gespielt – die Zuschauer sind bei den einsetzenden Klängen von ‚The Sound of Silence‘ regelrecht betroffen.

Szenenwechsel. Ein neuer Charakter betritt die Bühne. Sein Name: James Bond. Angehimmelt von einer hübschen Blondine – „Sie sehen voll gut aus, mit 80er Bizeps und so“ – bekommt der Geheimagent auch noch ‚Let her go‘ von seiner Verehrerin gefühlvoll dargeboten. Was nicht der einzige Musik-Act bleibt.

Nachdem die Zuschauer erfahren, was sich die Schüler für ihre Zukunft wünschen – in die Oberstufe zu kommen – weniger Hass auf der Welt – den Führerschein – weniger Obdachlose – Glück und Gesundheit – mehr Respekt und Anstand – singt Zehntklässler Luis den Abschlusssong. Sein Wunsch ist es, Musiker zu werden und nach allem, was man an diesem Abend hörte, sollte das gelingen. Hut ab!

Bilder folgen in Kürze.

 

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