Gesamtschule Borbeck

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Die Gesamtschule Borbeck wünscht tierisch gute Ferien!

E-Mail Drucken PDF

Auch Schulhund Paul freut sich über die Auszeit

Hurra, die Sommerferien 2019 sind da! Auch Schulhund Paul freut sich auf die große Pause vom spannenden und manchmal stressigen Schulalltag. Obwohl er doch der Einzige ist, der im Unterricht offiziell schlafen darf.

Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 ist Paul an unserer Schule am Standort Hansemannstraße Schulhund auf Probe. Sein Frauchen ist Lehrerin Laura Krause. Sie erzählt: „Ich habe mit Paul im September die Ausbildung bei ColeCanido in Schwerte begonnen. Nach den Herbstferien ist er dann einmal in der Woche mit in die Klasse 6a gekommen.“ Seit dem 2. Halbjahr freuen sich zusätzlich die Schüler der 5c und 6c über Pauls Besuche.

So ein Schulhund wird nicht in der Klasse gebraucht, weil es einfach schön ist, einen Hund zu haben, sondern aus schulpädagogischen Gründen. Paul verbessert das Lernklima! „Definitiv“, weiß Laura. „Die Arbeitsatmosphäre ist insgesamt entspannter und die Schülerinnen und Schüler freuen sich über seine Anwesenheit. Er hat eine beruhigende und teilweise auch tröstende Wirkung. Ablenkungsfaktor war er nur ganz am Anfang, inzwischen muss man die Kinder teilweise an seine Anwesenheit erinnern.“ Und die finden vor allem toll, „dass Paul in all seinen Reaktionen echt ist“.

Durch die pädagogische Arbeit mit dem Hund verbessern sie ihre Wahrnehmungsfähigkeit und sozialen Kompetenzen, übernehmen Verantwortung, lernen mehr und besser. Im pädagogischen Einsatz sind Hunde an Schulen in Deutschland seit 1990. Bei der Ausbildung zum Schulhund steht neben der Vermittlung von theoretischen Inhalten vor allem das Wohlbefinden des Hundes im Vordergrund. Laura erzählt: „Man lernt beispielsweise, Stresssignale des Hundes frühzeitig wahrzunehmen und zu deuten sowie Entspannungssignale zu konditionieren.“

Wie wichtig es ist, die Körpersprache des Hundes genau zu lesen und im Schulalltag für Entlastung und Rückzugsmöglichkeiten zu sorgen, weiß auch Marc Engelhardt. Der Essener ist Hundetrainer, Hundephysiotherapeut, Buchautor („Bürohunde“) und hat seit 2008 eine eigene Hundeschule (Dogschool.training by Engelhardt). Er betont: „Um ein Schulhund werden zu können, muss das Tier ruhig, ausgeglichen und entspannt sein. Er sollte eine gute Bindung zu seinem Menschen und keine Angst vor Fremden haben, sich gerne anfassen lassen und mit typischen Schulgeräuschen wie zum Beispiel der Schulglocke keine Probleme haben.“ Natürlich müsse der Hund frei von akuten Erkrankungen, geimpft und frei von Parasiten sein. Die artgerechte Haltung ist Voraussetzung. Dazu gehören neben dem häuslichen Umfeld und dem freundlichen Umgang mit dem Tier auch regelmäßige Spaziergänge mit der Möglichkeit, sich richtig auszutoben.

Im Unterricht sind Verhaltensregeln zu beachten wie beispielsweise richtiges Begrüßen, geregelte Lautstärke und Beachtung der Ruhezone des Hundes. Pauls Regelplakat hängt in allen Klassen, in denen er eingesetzt ist und wurde von den Schülerinnen und Schülern unterschrieben.

Infos des Schulministerium NRW zum Thema Schulhund unter diesem Link.

 

 

 

Pressespiegel

Logo_SOH-klein.jpg

Studienwahl