Digitaler Missbrauch

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Kampf gegen "Digitalen Missbrauch"

Die Medienscouts nehmen die Herausforderung an

Anfang Juni steht ganz im Zeichen des Kampfes gegen "Digitalen Missbrauch". In drei Workshop Modulen thematisieren die Medienscouts mit ganz unterschiedlichen Teilnehmern Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Form von illegaler und nicht einvernehmlicher Weitergabe intimer Bildaufnahmen nach § 184 a-d des Strafgesetzbuches.

Im Zentrum der Workshops steht die klare Unterscheidung zwischen "Digitalem Missbrauch" und Sexting. Den Medienscouts ist es hier besonders wichtig, die völlig gegensätzliche Motivlage der Betroffenen und der Akteure aufzudecken. Sie wollen einer Täter-Opfer-Verschiebung in der Diskussion um illegal veröffentlichte Intimaufnahmen entgegenwirken, um so an unserer Schule (und hoffentlich darüber hinaus) das Bewusstsein für allzu oft vorherrschendes Victim Blaming zu schärfen. Betroffene müssen gestärkt werden, den tatsächlichen Tätern muss ihre falsche und rechtswidrige Handlungsweise bewusst gemacht werden, "Digitaler Missbrauch" muss entbagatellisiert werden.

Zunächst wurde der gesamte 9. Jahrgang mit der Thematik konfrontiert (eine Klasse fehlt noch); die Medienscouts hatten dazu einen eigenen Filmtrailer im Comicstil produziert. Die Klassenlehrer des 9. Jahrgangs erhielten eine Woche später ein Intensivtraining mit unseren Scouts. Den vorläufigen Abschluss bildete ein informativer Elternabend mit viel Zeit für Diskussion. Wir danken den Kollegen und Eltern sehr für ihre rege Teilnahme.

 

Ein herzliches Dankeschön für die fantastische Arbeit der Scouts und ihrer Betreuungslehrerin Vera Servaty. Dieses wichtige Thema steht sicher nicht zum letzten Mal im Fokus von Workshops.