Ben Salomo – Battle-Rap und Antisemitismus

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Workshops zum Thema Fremdenfeindlichkeit im März 2020

Auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung kommt der jüdische Rapper Ben Salomo an unsere Schule. Am Montag, 16. März 2020, wird der 42-Jährige in der Aula an der Ripshorsterstraße mit Schülern des 12. und 13. Jahrgangs über seine Erfahrungen mit Diskriminierung und Judenfeindlichkeit in der deutschen Rap-Szene sowie im alltäglichen Miteinander sprechen. Der Musiker, Buchautor und Youtuber war eine der zentralen Figuren in der deutschen Battle-Rap-Szene.

Ben Salomo wurde 1977 in der israelischen Stadt Rechovot als Jonathan Kalmanovich geboren. Mit vier Jahren kam er nach Deutschland/West-Berlin. Aufgewachsen in den Hinterhöfen Schönebergs unter arabischen und türkischen Migranten, wurde er wegen seiner Wurzeln diskriminiert und provoziert. 1997 begann Salomo damit, Hip-Hop-Musik zu machen. Acht Jahre moderierte er auf Youtube die Konzertreihe ‚Rap am Mittwoch‘ mit rund 417 000 Abonnenten und mehr als 112 Millionen Views. Aufgrund steigender antisemitischer Tendenzen im Deutschrap und dem Ausschwitz-Skandal bei der Echo-Verleihung (die Preisverleihung wurde mittlerweile abgeschafft) verkündete er im Mai 2018 seinen Rückzug aus der Hip-Hop-Szene. Für sein Engagement wurde Ben Salomon 2018 mit dem Goldmann Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Im Februar 2019 wurde die Autobiografie ‚Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens‘ (erschienen im Europa-Verlag) veröffentlicht, in dem er über das Judentum, die Schoa und die Entstehung Israels aufklären und auf den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam machen möchte. Die Friedrich Naumann Stiftung organisiert dreistündige kostenlose Workshops an Schulen, in denen Ben Salomo (www.bensalomo.de) mit den Schülern gesellschaftliche Konflikte thematisiert.