Equal Pay Day 2020

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Über Frauen- und Männerberufe und die Lohnlücke

Männer spielen gerne mit Autos und Frauen kümmern sich lieber um den Nachwuchs. Ist das so? Und wenn ja, ist das ein Problem? Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days am 18.3.2020 besuchten die Studentinnen Lena und Lou von der Universität Duisburg Essen die Gesamtschule Borbeck, um mit Sina Kriewald und Pia Augustin, Lehrerinnen und Gleichstellungsbeauftragte unserer Schule, über 'typische' Frauen- und Männerberufe zu sprechen.

Frauen arbeiten häufig als Grundschullehrerin, Kindergärtnerin, Reinigungskraft und Krankenpflegerin. Typische Berufe, in denen überwiegend  Männer arbeiten, sind Elektriker, Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker und Fahrzeugführer. Männer und Frauen gehen also immer noch in die 'typischen' Berufe, obwohl sie die freie Wahl haben. Warum das so ist und ob das ein Problem ist, dazu befragten die Studentinnen die Expertinnen der Gesamtschule Borbeck: Pia Augustin (Klassenlehrerin 6c /Berufsberatung des 8. Jahrgangs) und Sina Kriewald (Klassenlehrerin 6d).

Ihre Erfahrung: "Es stecken immer noch viele Klischees in den Köpfen der Kinder und Jugendlichen." Mädchen werden oft Erzieherin, Friseurin, Floristin oder Bürokauffrau, und Männer IT-Informatiker, Kfz-Mechatroniker und Elektriker. Mischberufe, in denen das Geschlechterverhältnis ungefähr gleich ist, sind z.B. Einzelhandelskauffrau oder -kaufmann. In Führungspositionen arbeiten immer noch mehr Männer. Die Lehrerinnen setzen sich dafür ein, dass die Jugendlichen an der GeBo ihre Berufswahl weniger stereotypisch treffen, unter anderem auch mit den Girls'- und Boys'Day.

Was Pia Augustin und Sina Kriewald betonen: "Die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen ist immer noch enorm. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen im Jahr 2015 um rund 21 % geringer aus als der der Männer. Alle Frauen arbeiten seit Jahresbeginn bis zum 18. März 2020 praktisch umsonst." Genannt wird diese Lücke Gender Pay Gap. Der Gender Pay Gap berechnet sich aus der Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes der Männer und Frauen im Verhältnis zum Bruttostundenverdienst der Männer. Und laut dem Global Gender Gap Report soll diese Lohnlücke im Jahr 2064 in Deutschland endgültig geschlossen sein.

Unter folgendem Link kann man das Gespräch im Podcast hören: https://drive.google.com/file/d/1mq4yzwtEuA7_2AFaCrD90NnzHUoUJWA3/view

Übrigens: An der Gesamtschule Borbeck arbeiten 100 Lehrer. Davon sind 80 Prozent Frauen.